Brexit: Was Unternehmen tun können

Der Brexit beschäftigt den Mittelstand und verlangt von Unternehmen strategische Grundsatzentscheidungen.

Durch Brexit und die Wahl Trumps zum amerikanischen Präsidenten sind viele Entscheidungsträger in Unternehmen sensibler geworden bei der Auswahl ihrer Beschaffungsmethoden. Das zeigen Studien und Umfragen unter Einkäufern. Immerhin haben die Frankreichwahl und das Ausbleiben eines weiteren Bebens die Wogen wieder etwas geglättet.

Risiken für globale Beschaffung durch Abschottung

Gerade für die exportorientierten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Abschottungstendenzen bei großen und wichtigen Handelspartnern eine Gefahr. Eine Gefahr ist allerdings auch, dass Unternehmen abkehren könnten von einer globalen Beschaffung hin zu einer gänzlich lokalen. Für Unternehmen steht fest, dass die  Lieferantenbeziehungen und Beschaffungsstrategien daraufhin ausgerichtet werden müssen, den Zugang zu Märkten in Zukunft sicherzustellen.

Alternative Beschaffungsquellen: eine strategische Entscheidung

Für Unternehmen heißt dies auch, dass innerhalb der kommenden Jahre – Experten gehen von einer Zeitspanne eines Jahres aus – alternative Beschaffungsquellen sondiert werden müssen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen mit Lieferanten im Vereinigten Königreich. Dort stehen die Zeichen auf einen harten Brexit und den Wegfall des freien Waren- und Personenverkehrs. Obwohl die wohlmöglichen neuen gesetzlichen Regelungen zwischen EU und UK frühestens Mitte 2019 greifen werden, werden jetzt in den Unternehmen die strategischen Entscheidungen über alternative Beschaffungsquellen sondiert.

Gespräche ja, neue Vertragsverhandlungen nein

Die komplexe weltwirtschaftliche Lage erfordert Maßnahmen zum aktiven Risikomanagement und entsprechend strategisches Handeln von Einkäufern. Einkäufer sollten die Chance nutzen und frühzeitig den Dialog mit ihren Lieferanten suchen, um gemeinsam Störfaktoren und mögliche Lösungsszenarien zu diskutieren. Da auch auf Seiten der Lieferanten Gesprächsbedarf besteht, stehen die Chancen für einen Austausch hoch. Für konkrete  Verhandlungen ist es wahrscheinlich noch zu früh. Auch, weil die Bedingungen für einen Austritts des Vereinigten Königsreiches aus der EU noch völlig unvorhersehbar sind.

Kostenrisiko noch nicht absehbar

Daher ist es auch noch nicht ersichtlich, welche Kosten und Risiken auf Unternehmen zukommen. Ohne Informationen über den neuen Modus operandi besteht die Gefahr, unwichtige Passagen in den Vertrag zu verhandeln – und sinnvolle Klauseln nicht zu berücksichtigen. Beispielsweise könnten erhobene Schutzzölle von Seiten der Gesetzgeber in Steuererleichterungen reinvestiert werden, um so die lokale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Diese Steuererleichterungen könnten dann als Entlastungen den Kunden in Form von reduzierten Einkaufspreisen weitergegeben werden. Das vielfach diskutierte Kostensteigerungsproblem wäre vom Tisch.

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