Jüdische Gemeinde zu Berlin

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Gemeinnützige Organisationen

Jüdische Gemeinde zu Berlin - Einsparungen von 343.000 Euro jährlich

Dr. Jochen Palenker, Finanzdezernent der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (JGzB), fand bei seinem Amtsantritt als Finanzdezernent schwierige Verhältnisse vor. Um die Finanzen der 25 Millionen umsatzstarken Gemeinde wieder in den Griff zu bekommen, mussten verschiedene Ausgabenbereiche konsolidiert werden. Um Potenziale zu finden, beauftragte Palenker den Kostenmanagement-Experten Expense Reduction Analysts. Hans-Dieter Honselmann, Senior Partner bei Expense Reduction Analysts, stellte ein professionelles Experten-Team zusammen.

Den Bereich Versicherungen analysierte Jörg Schlake. Bisher gab die Jüdische Gemeinde etwa 250.000 Euro für Versicherungsprämien aus, arbeitete mit sechs Versicherungsgesellschaften und zwei Versicherungsagenten zusammen und hatte 140 Einzelpolicen abgeschlossen. Expense Reduction Analysts erarbeitete zunächst verlässliche Entscheidungsgrundlagen für die Gemeinde.

Schlake lud zwei Versicherungsagenten und einen großen Versicherungsmakler zur Angebotsabgabe ein. Der bestehende, langjährige Partner der JGzB beteiligte sich an der Ausschreibung nicht; die übrigen Wettbewerber unterbreiteten attraktive Angebote. Resultat: Die jährlichen Ausgaben für Versicherungsprämien werden um 132.000 Euro bzw. 53 Prozent gesenkt; die Anzahl der Versicherungspolicen um 30 Prozent reduziert.

Den Bereich Gebäudereinigung untersuchte Kerstin Krüger. Dort gab die Jüdische Gemeinde für Leistungen wie Reinigung, Winterdienst, Gartenarbeiten und Beschaffung von Hygienematerial 540.000 Euro jährlich aus. Expense Reduction Analysts vermaß die Räumlichkeiten der Jüdischen Gemeinde an insgesamt 16 Standorten neu und erstellte ein detailliertes Leistungsverzeichnis.

An der Ausschreibung beteiligten sich sechs Anbieter. Neben Sparpotenzialen war die Flexibilität der Dienstleister wichtig, um auch bei Sonderveranstaltungen der Jüdischen Gemeinde kurzfristig einsatzbereit zu sein. Das beste Angebot kam vom bisherigen Dienstleister. Damit spart die Jüdische Gemeinde gut 160.000 Euro pro Jahr.

Auch im Bereich Druckkosten erzielte die Jüdische Gemeinde mit Hilfe des Expense Reduction Analysts-Experten Radul Saradshow Einsparungen von knapp 30 Prozent. Bisher gab die Gemeinde gut 75.000 Euro für Drucksachen aus. Aufgrund neuverhandelter Preise spart die Gemeinde jährlich gut 21.000 Euro.

Im Bereich Catering erarbeitete Jörg Schlake ein neues Konzept, in dem zwei Küchen für die Jüdische Oberschule, die Heinz-Galinski Grundschule und die Kita zu einer zusammengefasst wurden. Ein neuer Caterer musste innerhalb von nur 6 Wochen gefunden werden, um zum 5. Januar 2009 die Verpflegung der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen. Trotz der Vorgaben zur Einhaltung der Kaschrut-Regeln und des kurzen Zeitplans, war das Projekt erfolgreich und die Jüdische Gemeinde spart nun noch einmal rund 30.000 Euro pro Jahr.